Gina Unsere Hunde in der Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde

Gina - Akademie für Therapie- und Behindertenbegleithunde

Hallo, ich bin Angel of Passion vom Blue Heaven, genannt "Gina", geboren am 15.06.2006.

Seit dem 05. August 2006 habe ich hier mein neues Zuhause und eine Zukunft - ich sage  Euch: abwechslungsreich, interessant, lehrreich, spannend, lieb, emotionsgeladen - mit einem Wort: "Ich werde ein Therapie- und Behindertenbegleithund" und darauf freue ich mich auch schon total.


Nun, mein Start im neuen Zuhause war nicht so prickelnd. Cindy, die Oma des Hauses, war ja ganz nett aber Quentin, der Halbstarke (2 Jahre), war total blöd zu mir, hat mich auch die ersten zwei Tage richtig angemault (tat auch etwas weh).

Aber ich habe das Glück, in einer großen Familie aufgewachsen zu sein - da gibt man nicht so einfach auf (sonst geht man unter).

Und nach drei Tagen hatte ich ihn so weit, dass ich ihn zum Spielen auffordern konnte, nach vier Tagen durfte ich ihm ein Spielzeug aus dem Fang nehmen, nach 5 Tagen durfte ich ihm einen Kauknochen wegnehmen und jetzt: Die Bilder sprechen für sich, er ist mein großer "Teddybär". Ich kann auf ihm rumkrabbeln, wir fordern uns gegenseitig zum Spielen auf, manchmal kneife ich ihn auch (etwas doll) oder ziehe ihn am Fell - aber ich darf das. Er liebt mich nämlich! Dass wir uns sein Körbchen und seine Decke teilen war nur eine Frage der Zeit.


Quentin spielt mit Gina

Ich bin selbstbewusst, neugierig, gelehrig, frech, schlau, fordernd, ungeduldig, lieb und habe keine Angst vor großen Hunden (zumindest nur ganz kurz).

Ich darf bei den Hundetreffs meistens dabei sein und schaue mir an, was die schon alles können. Am liebsten tobe ich jedoch in der Welpengruppe und dort am liebsten im Tunnel.

Toben im Tunnel mit der Welpengruppe

Ich, Cira und Quentin

Mein erstes Therapie- und Behindertenbegleithunde-Seminar habe ich auch schon mitgemacht. Alles klasse Hunde und Frauchen. Gut, die meiste Zeit habe ich verschlafen aber am Sonntag bei den Wikingern war ich richtig fit. Die Kostüme, die Gerüche, die Menschen, die Angst was zu versäumen oder den Anschluss zu verlieren - klar war ich danach richtig kaputt - aber glücklich.


Zu Besuch beim Hundetreff
Bei den Wikingern

Mein erster Einsatz im Diakoniewerk

Ich freue mich wirklich auf meine Aufgaben und bin so froh, zu diesem Team zu gehören.

Inzwischen bin ich erwachsen und habe auch schon feste Aufgaben übernommen. So bin ich einmal die Woche  mit Quentin zusammen im Stuhlkreis aktiv - mindestens 10 Tagesgäste warten dort darauf, dass wir für ca. 45 Minuten mit denen Spielen und Freude haben. Das macht viel Spaß ist aber auch anstrengend. Einmal die Woche besuche ich mit Quentin zusammen Patienten, die im Wachkoma liegen.

Das war anfangs ungewohnt wegen der merkwürdigen Geräusche und die Patienten können mich auch nicht streicheln und geben mir auch keine Leckerlis.

vl Snoopy, Ich, Frauchen Ilona Krause und Quentin

Quentin lebt leider nicht mehr. Ich habe viel von ihm gelernt und habe viele Aufgaben übernommen. Ich bin in verschiedenen Einrichtungen unterwegs. Die Bewohner freuen sind auf uns, es ist schön neue Leute kennen zu lernen, die Arbeit macht Spaß, fordert aber auch höchste Konzentration. Ich vertraue meinem Frauchen, ich gebe den Bewohnern Wärme, Nähe, Ruhe, Kraft und Frauchen versteckt Leckerlis bei den Patienten und das Personal und die Angehörigen finden mich total Klasse, streicheln mich, geben mir Leckerlis - das freut mich sehr. Ich motiviere die Bewohner auch, mit mir zu spielen, das freut uns dann alle sehr, wenn es klappt - und es klappt irgendwie immer! Ich bin gerne da.

Ich habe auch die "Kleinen" eingearbeitet, sie haben mich anfangs begleitet, mir "über die Schulter geschaut" und sind inzwischen auch alleine mit Frauchen unterwegs. Wir fühlen uns wohl, sind ein tolles Team und verstehen uns sehr gut.

Ich finde das Leben schön, genieße jede Minute, habe viele Freunde, kuschel gerne und darf mich - ich bin eben nicht mehr die Jüngste - auch schon mal zurück ziehen.

Frauchen sagt, ich bin im Vorruhestand. Das ist was Tolles. Ich brauche nur noch was tun, wenn ich möchte. Ich gebe mein Wissen gerne an die jungen Hunde weiter, helfe bei den Hundegruppen mit und bin mit Frauchen und "meinen Kleinen" (Snoopy und Mandy) ganz dicke. Ich wünsche mir noch viel gesunde Lebenszeit.